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Tune in into some Festival Highlights presented by our partner Red Bull Music Academy Radio:







Bei der Gratwanderung zwischen Referenz und Innovation, haben The Notwist stets Pionierarbeit am Sound geleistet. Der Klang der Weilheimer war immer neu – und doch wiedererkennbar eigen. Es hilft ihnen, eine Formation aus starken Individualisten zu sein. Im Kielwasser einer langen Fahrt zu neuen Ufern finden sich persönlich gestaltete und objektiv makellose Schönheiten, in denen ihnen der Übergang von der Hardcore-inspirierten Rock-Formation zum coolen Indie-Pop-Act mit zeitgenössischem Elektronik-Appeal gelang. Ihr opus magnum »Neon Golden« erhielt 9.2 Punkte bei Pitchfork. Warum in die Vergangenheit schweifen? Harmonische Wärme und abenteuerlustige Kühnheit zeichnen auch das aktuelle Album »Close To Glass« aus.

Freitag,
20.11.2015, 23.00 Uhr

»Pom Pom«. So heißt der Nachfolger seines 2012 unter dem Alias The Haunted Graffiti veröffentlichten Albums »Mature Themes«. Es ist ein besonderes Werk. Ariel selbst sagt darüber: »Obwohl es das erste ‚Solo-Album’ als Ariel Pink ist, dürfte es die am weitesten von einem Solo-Album entfernte Platte sein, die ich jemals aufgenommen habe.« Das liegt an den vielen Kooperation und Experimenten, denen er sich diesmal hingegeben hat. Der legendäre Kim Fowley schrieb noch auf dem Sterbebett die Songs »Jell-O« und »Plastic Raincoats In The Pig Parade«. Darüber hinaus bedient sich Ariel Pink hier Mittel und Genres, von denen vor ihm noch nie jemand etwas gehört hat. Man muss sich nur einmal die Karneval-Dub-Psychedelia »Dinosuar Carebears« anhören. Ein »opus magnum« vermutet der NME dahinter. Stimmt. Mit Potenzial für viele weitere.

Special Project:

Ariel Pink wird einen Teil seines Konzerts auf dem WEEK-END Festival zusammen mit einem Chor der Technischen Hochschule Köln spielen.
Die Arrangements wurden speziell für diesen Auftritt von dem Komponisten Jherek Bischoff angefertigt, der bereits die Streicharrangements für Robert Forster 2013 schrieb. Unter der Chorleitung von Tom Schwagers teilt der Chor die Bühne mit dem kauzigen Lo-Fi Freak. Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis und freuen uns sehr, dass wir auch 2015 wieder einen unvergesslichen WEEK-END Auftritt auf den Weg bringen konnten.


Samstag,
21.11.2015, 22.30 Uhr
Artist Talk: Ariel Pink & Prof. Phil Collins, 19.00h, Bar

Billy Childish ist ein englischer Maler, Autor, Dichter, Fotograf, Filmemacher, Sänger und Gitarrist. Der Mann, der alles kann. Doch bleibt er nimmermüder Anwalt der Maxime »Kunst kommt nicht von Können«. Dreißig Jahre nach Childishs ersten musikalischen Veröffentlichungen mit Thee Milkshakes und Thee Mighty Caesars, muss er heute als heißeste Inspirationsquelle für Künstler wie Kurt Cobain, Thee Oh Sees, Ty Segall und andere Garagenrocker und Popstars genannt werden. Jack White trug seinen Namen in Großbuchstaben auf dem Arm, als The White Stripes bei TOTP auftraten, selbst Kylie Minogues »Impossibe Princess«-Album-Titel ist ein Childish-Zitat. WEEK-END konnte ihn vom ersten und vorerst einzigen Auftritt seit sechs Jahren überzeugen.

Samstag,
21.11.2015, 21.00 Uhr

Er ist der Begründer des stilbildenden On-U Sound-Labels, dessen Echos seit dem Jahr 1980 von fetten Bässen widerhallen. Auch der Spezialist für Reggae-Reissues, Pressure Sounds Real World Records, ist ein Baby Sherwoods. Diese Grundsteinlegungen haben dem 1958 in England geborenen Produzenten einen weltweiten Ruf als Reggae- und Dub-Koryphäe eingebracht. Aber auch in Sachen New Wave/Industrial hatte Sherwood die Finger immer wieder an den Reglern: Depeche Mode, Nine Inch Nails und The Cure sind nur einige der Künstler, mit denen er kooperierte, sogar die Einstürzenden Neubauten gehören zum Club. Sherwood machte außerdem mit den größten Reggae-Ikonen wie Prince Far I, Bim Sherman und Lee »Scratch« Perry gemeinsame Sache..

Freitag,
20.11.2015, 00.30 Uhr

Den Bandnamen The Pop Group muss man als eher unironische Attacke auf die Musikindustrie verstehen. Gegründet wurde die Formation um Sänger Mark Stewart Ende der 1970er Jahre aus der linken Szene Bristols heraus. Es schien unmöglich, ihre Musik zu schubladisieren. Postpunk trifft es im Nachhinein am besten. Stewarts Stimme legte sich wie ein Instrument aus einem Improv-Ensemble über basslastigen Noise, und das Debüt »Y« hatte nicht ganz zufällig den gleichen Produzenten wie das erste The Slits-Album. Nach 1980 war es zunächst vorbei mit The Pop Group, Stewart war als Dub-Aktivist unter anderem beim On-U Sound-Label involviert. Aber seit 2012 gab es wieder erste Lebenszeichen, 2015 erschien das jüngste Album »Citizen Zombie« - ihr erstes in 35 (!) Jahren.

Freitag,
20.11.2015, 21.15 Uhr
Artist Talk: The Pop Group & Prof. Phil Collins, 19.30h, Bar

Fatima wurde in Schweden geboren, ihre Wahlheimat ist England. Sie veröffentlicht auf dem Londoner Label Eglo Records, das von Alexander Nut und Floating Points ins Leben gerufen wurde. 2006 siedelte sie in die englische Hauptstadt über, performte in Clubs wie Deviation oder Nonsense und auf Open-Mic-Veranstaltungen. Fatima akzeptiert keine musikalischen Grenzen – Inspiration erhält sie von überall. Sie steht auf einen Sound zwischen klassischem Soul und modernem R&B – so klingt East-London heute.

Samstag,
21.11.2015, 00.30 Uhr

Hinter dem Projekt Die Vögel stecken die Hamburger Mense Reents und Jakobus Durstewitz. Das Duo ist eine Art Essenz der Hansestadt und ihrer Musik-Schule. Reents ist Mitbegründer von Egoexpress und außerdem festes Mitglied der Goldenen Zitronen, Multi-Instrumentalist Durstewitz bildet die eine Hälfte von Ja König Ja. Mit »Blaue Moschee« gelang den Vögeln nicht nur ein Underground-Hit, als Sample ging der Track um die Welt. Occeanas EM-Song »Endless Summer« wurde von dem Bläser-Riff in die Charts katapultiert. Wer sich Jazz-Techno oder andere böse Namen für den Sound der Vögel ausdenkt, dürfte sich beim Live-Set schwer wundern. Die Vögel sind wie geschnitzt für DJ Kozes anarchisches Pampa-Label: anders, tanzbar, anders tanzbar.

Freitag,
20.11.2015, 01.45 Uhr (Clubkeller)

Angel Deradoorian war lange Zeit Mitglied der Dirty Projectors – und mischt momentan in Avey Tare`s Slasher Flicks mit. Sie hat als Sängerin schon mit Vampire Weekend, David Byrne, Björk und U2 zusammengearbeitet. Abgesehen von ihrer großartigen Stimme, ist sie eine hervorragende Songwriterin, Produzentin und Perfomerin. Angel Deradoorian hat eine Vorliebe für verschachtelte Harmonien und den Sound des Balkans und des Mittleren Ostens. In ihrer eigenen Musik bringt sie experimentelles Pop-Song-Handwerk und vormoderne Polyphonie auf eine Weise zusammen, die fremdartig und vertraut zugleich klingt. Derdoorian bestreitet ihre Live-Shows mit diversen Instrumenten. Die Loop-Maschine ermöglicht zudem fesselnde Vokal-Kaskaden.

Freitag,
20.11.2015, 20.00 Uhr

Mustafa Özkent ist eine der prägenden Gestalten der türkischen Musikgeschichte. Wenn es um die »Wiederentdeckung« türkischer Musik geht, ist sein Einfluss groß – vor allem wegen des Re-Release seines Albums »Genclik il elele« von 1973 auf dem Label Finders Keepers im Jahr 2006.  Özkent, der als Komponist, Arrangeur und Musiker oft im Hintergrund wirkte, gelang damit ein nicht nur unter Fachleuten gefeiertes Meisterwerk. »Genclik ile elele« verbindet türkische Volkslieder mit zeitgenössischem Jazz, Funk und Soul. Gemeinsam mit dem Belçika Orkestrasi lässt Mustafa Özkent diesen einzigartigen Crossover wiederaufleben.  WEEK-END präsentiert das Konzert in Zusammenarbeit mit Türkische Delikatessen Musik-Kultur Festival und Europalia.

Samstag,
21.11.2015, 19.30 Uhr

Über die letzten zehn Jahre hat sich das geistige Kind von Ken Shipley, Rob Sevier und ihrer Gang Of Kindred Spirits zur Top-Adresse in der Welt der musikhistorischen Obskuritäten entwickelt. Numero Group wurde ursprünglich im Jahr 2003 in Chicago aus der Taufe gehoben. Ziel war es, ein US-spezifisches Reissue-Label zu gründen, das den UK-Labels Soul Jazz und Honest Jon`s gleichen sollte. Während die frühen Jahre Vintage-Entdeckungen der 1960er und 70er gewidmet waren, enthält der Back Katalog inzwischen alles – von wenig bekannten Folksirenen und schonungslosem Gospel Funk, von Geheimnis umwobenen Soul-Legenden wie Syl Johnson und New Age-Schamanen wie Iasos, bis zu Indie-Rock-Eckpfeilern wie Hüsker Dü und Dinosaur jr.

Samstag,
21.11.2015, 01.30 Uhr (Clubkeller)

Jack Names bürgerlicher Name lautet John Webster James. Der Los Angeles-Resident hat bereits einige Cameo-Auftritte an der Seite von Ariel Pink, als Live-Gitarrist von White Fence und in Projekten wie Fictional Boys und Muzz gehabt. Mit dem Album »Light Show« begann er seine Solo-Karriere mit buzzigem Low-Fi-Weid-Pop und abgefahrenenTexten, die jede andere Literatur ohne Musik ganz schön alt aussehen lassen. Auf dem Nachfolger »Weird Moons« schreibt Jack Name die verrückte Kosmologie – inklusive neuer, in hübsche Melodien verpackter Wahrheiten – konsequent fort. Es gibt darin mehr Monde im Universum als Planeten, um die sie sich drehen könnten. Lauter Referenzen, wie zum Beispiel Can, Dario Argento oder alte VHS-Kassetten.

Samstag,
21.11.2015, 18.30 Uhr

Move D, aka David Moufang, is one of modern electronic music’s most beloved souls with a long and varied musical history with roots in 60s and 70s jazz, psychedelic, rock, soul and early electronica. Making his first appearance on vinyl as part of a school bands competition in 1983, it was only another four years before he started toying with the medium as a DJ, playing funk, soul, hip-hop and proto-house. In the 90s things began to move fast with the inception of his Source Records imprint, early productions (including the debut Move D LP ‘Kunststoff’ – Source Records, 1994) and the beginnings of a 26 album relationship with close friend, the late Pete Namlook. Since then, Moufang has become an unassuming heavyweight in house music as a producer for countless forward thinking labels, a collaborator and a truly original selector.

Samstag,
21.11.2015, Aftershow at Gewölbe (€9 mit Festival Ticket)

The Pop Group: Fr. 20. Nov. 2015, 19:30 Uhr – Artist Bar
Ariel Pink: Sa. 21. Nov. 2015, 19:00 Uhr – Artist Bar

KHM-Professor Phil Collins wird an beiden WEEK-END-Abenden Gespräche mit WEEK-END Künstlern führen. Neben Studierenden der KHM sind alle Festivalgäste herzlich eingeladen, an dem öffentlichen Gespräch teilzunehmen. Am Freitag sind The Pop Group dabei, die sich Ende der 1970er Jahre aus der linken Szene Bristols gründeten, am Samstag wird Ariel Pink entlockt wie er mit zehn Jahren in seinem Kinderzimmer in Los Angeles an von Pop, Soul, Funk und Glam inspirierten Lo-Fi Songs tüftelte.

So. 22. Nov. 2015, 14:00 Uhr – Filmpalette Köln
Eintritt frei mit Festivalticket.

Musical, Dokumentation, Spätabendprogramm, Scherenschnittanimation – Tomorrow Is Always Too Long verknüpft alle diese Genres zu einer poppig-anarchischen, psychedelischen Stadtsymphonie über Glasgow. Dem Videokünstler Phil Collins ist eine Liebeserklärung an Schottlands größte Stadt gelungen. Er hat über die Dauer von einem Jahr mit den unterschiedlichsten Protagonisten zusammengearbeitet, unter anderem in Schulen und einem Gefängnis. Zentrales Element des Films bildet dabei ein Zyklus aus sechs Stücken der Musikerin Cate Le Bon.

Artist Talk: The Pop Group & Prof. Phil Collins (19.30)
Deradoorian (20:00 / 45 min)
The Pop Group (21:15 / 75 min)
The Notwist (23:00 / 75 min)
Adrian Sherwood at the Controls (0:30-01:45)
Die Vögel (1:45-02:45)

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Jack Name (18:30 / 30 min)
Artist Talk: Ariel Pink & Prof. Phil Collins (19.00)
Mustafa Özkent Ve Orkestrası (19:30 / 60 min)
Billy Childish (21:00 / 60 min)
Ariel Pink (22:30 / 75 min)
Fatima (0:30 / 60 min)
The Numero Group (DJs) (1:30-3:30)

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